Provokationspläne gegen die MNA?

Wir wissen davon, dass sich die Fidesz-Diktatur mit irgendetwas gegen die Ungarische Nationale Frontlinie vorbereitet. Das Ziel der Regierung ist die Beseitigung der verschiedenen, von ihr als militant betrachteten, rechts stehenden Organisationen und sie kann die Frontlinie besonders nicht ertragen.

Die kleineren Organisationen wurden mit verschiedenen Methoden praktisch schon in den Hintergrund gedrängt, zerrüttet. Die Machenschaften (wobei, wie es scheint, bereits auch die Jobbik behilflich ist) gegen die Ungarische Garde, beziehungsweise gegen die Nachfolgerorganisationen der Ungarischen Garde sind augenscheinlich und diese Machenschaften waren wegen der inneren Mängel der Organisation auch erfolgreich.

Für die Macht bedeutet aber die MNA eine verfängliche Frage. Denn die MNA ist von großer Gesamtstärke (und ihre Basis wird immer breiter), gut organisiert und vorbereitet. Weder rechtliche Mittel, noch die innere Zersetzung funktionieren, in unserem Falle ist aber auch die Verhaftung kein gangbarer Weg.

Die Macht ist nicht dumm, sie wählt ihre Mittel gemessen an der Situation. Sie kann eine kleinere radikale Gruppe einfach einsammeln, sie fabriziert auch Beweise, wenn es benötigt wird. Eine größere, aber demokratischere Organisation spaltet, zerrüttet sie von innen, sie macht diese unmöglich. In anderen Fällen erpresst sie, macht von der Kronzeugenregelung Gebrauch, verdrängt in der Stille. Die Behandlung der Frontlinie ist wegen der oben Gesagten besonders riskant, deshalb benötigt die Macht eine gut vorbereitete Arbeit. Die Analyse der Situation, eine Abwägung (Beobachtung, im Verhältnis zu den Möglichkeiten das Sich-Einbauen von Spitzeln), die Überprüfung von Möglichkeiten, Erwägung von Erfolgen, die zu erwarten sind, Provkation, Lügen, Stärke und Diktatur. Was wir im Nachfolgenden skizzieren, ist ein möglicher Provokationsvorgang. Es ist keine sichere, bewiesene Theorie, aber eine solche Arbeit der Macht ist vorstellbar, in unserem Fall lässt sie sich sogar wahrscheinlich machen.

Zur Zeit der Ermordung von Zigeunern machten wir einen darauf aufmerksam, dass wir hinter der Angriffsreihe die Arbeit der Geheimdienste vermuten - das wurde nach der Festnahme der Verdächtigten (genauer gesagt derjenigen, die offiziell als Verdächtigte genannt werden dürfen) auch bestätigt. Diejenigen, die das akzeptierten, bewerteten diese Taten als Versuche, einen Bürgerkrieg zu entfachen. Wie bewerteten es eher als ein Vorbereitungselement, die Gründung einer Stimmung zwecks Ansporns der Mobiliserung, Bewaffnung der Zigeuner. Nach dem heutigen Stand der Dinge war das eine gesellschaftliche Sondierung, womit man die öffentliche Meinung, die von den Morden ausgelöst wurden, ermessen hat. Deshalb hat man Kinder, Frauen, arbeitende Zigeuner getötet und nicht die Zuchthausbrüder, die ständig goldene Halsketten tragen und die Zuhälter. Auf diese Letzteren wäre die gesellschaftliche Antwort eindeutig gewesen - aber auch so hat es nicht geklappt. Die Gesellschaft blieb völlig gleichgültig. Man musste erkennen, dass der Ekel vor Zigeunern all ihre Vorstellungen übertrifft.

Gegenstand der neuen Sondierung wurden die Polizisten. Die Widersprüche des Angriffs bei Alsóőrs zeugen auf jeden Fall von Tatsachen im Hintergrund. Ein Angreifer, der eine kugelsichere Weste und eine Maske trägt, der sich danach angeblich selber erschießt. Der schwarze Geländewagen (auch diesmal!), den die Augenzeugen "schlecht gesehen haben". Zeugen, die nicht einmal angehört wurden. Und die anderen Widersprüche. Die Hauptsache ist, dass ein Polizist und ein Unschuldiger gestorben sind. Diesmal hat es geklappt (jetzt noch), die Gesellschaft ist solidarisch. Auch diejenigen, die die Polizisten sonst nur verhöhnen.

Nach dem ursprünglichem Drehbuch also kommen an die Stelle von Zigeunern Polizisten. Die von Extremisten angegriffen werden oder sich bei einer einfachen Kontrolle mit den Polizisten in einen Feuerkampf verwickeln. Die Polizisten 'Kovács' und 'Szabó' werden Heldentote sein und man muss möglichst auch zivile Opfer produzieren. Und die militanten Extremisten werden dann sofort zu Verbrechern, zu Mördern von Polizisten. Danach kann man mit der gut vorbereiteten Beseitigung der Organisation anfangen, mit der nicht einmal die Gesellschaft mehr solidarisch ist. Die Gefahr der Eskalation ist somit verringert, das letzte Widerstandszentrum kann (nach ihrer Hoffnung) beseitigt werden.

In großen Linien. Extrem? In diesem System?

Roland Bükkfalvi – Jövőnk.info

Übersetzung: Krisztián Németh – Jövőnk.info

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