Immer mehr solche Analysen sind zu lesen, die in Details oder im Ganzen das Ende der EU erörtern. Das derzeitige System kann nicht aufrechterhalten werden, es gelang einem nicht, die Krisenspirale zu brechen und unter ähnlichen Titeln wird die Wirtschaftslage analysiert. Und nun nicht mehr nur die kleinen oder ‚extremistischen’ Internetseiten, sondern auch die größten. Und die auf ihrer Seite anerkannten Ökonomen kommen zu diesen Folgerungen, nämlich, dass es mit der EU vorbei ist.
Das letzte Mal analysierte eine namhafte französische Seite die Probleme. Sie stellte Griechenland als Beispiel ins Zentrum, an dem alle Krankheiten nachzuweisen sind. Es scheint immer mehr so zu sein, dass die EU und die Europäische Zentralbank nicht fähig sind, mit der Situation umzugehen. Griechenland bekam vergeblich Geld, die griechischen Aktien sind tot, die Schuldscheine, die Staatspapiere kauft niemand. Athen versuchte, eine letzte große Einnahme zu erwerben: den Abbau der neben Zypren erschlossenen Erdgas- und Erdölfelder zu starten. Wegen des Zusammensturzes des Fremdenverkehrs und infolge dessen der Hinrichtung des Einkommens der Zyprioten bedrohte die Türkei Griechenland mit einer militärischen Offensive und es ist gibt keinen Zweifel, wer in der gegenwärtigen Lage siegen würde. Die Analysen können sich als letzte Möglichkeit den Austritt Griechenlands aus der EU oder seine Entfernung aus der EU vorstellen.
Das würde aber auch für die anderen, ins Bedrängnis geratenen Länder eine Richtung zeigen. Der italienische Ministerpräsident erklärte bereits (unter großem Fluchen), dass er die politische Bühne verlässt, aber die italienischen Probleme sind damit noch nicht gelöst. Würden die gewaltigen lybischen Öllagerstätten die Probleme lösen? Es ist nicht wahrscheinlich. Italien liegt wirtschaftlich esehen in Ruinen, trotzdem führt das Land Krieg. Es ist zwar wirklich so, dass das Volk wortwörtlich enthäutet wird, um die Kosten zu decken, aber was wird vom Ganzen erhofft? Hilft es sie aus der Patsche heraus? Es sieht ganz so aus, dass dies nichts mit den Wirtschaftsfragen zu tun hat. Hier gibt es etwas anderes im Hintergrund. Gadhafi wusste zu viel. Die Probleme Italiens vertieften sich nur damit und werden nicht gelöst.
Es gibt eine neue Richtungslinie, die einen Ausweg aus der Krise sieht (in der Wirklichkeit ist sie nicht neu, sondern wurde bis jetzt einfach a die Seite gelegt). Es heißt, Russland in die EU einzubeziehen. Ein neuer, nach Westen geflohener Oligarch erklärte, dass er sich bei den russischen Wahlen kandidiert. Der liberale zionistische Milliardär, Mihail Prohorov pumpt eine Menge Geld in die jetzige Wahlkampagne. Der russische Geheimdienst gewann von sehr vielen, nach Ausland geflohenen Milliardären das geraubte staatliche Vermögen zurück oder einen großen Teil davon, bzw. erreichte, dass diese Personen einen schweren Tribut um ihr Leben leisten und dieser Typ kam bisher davon. Wahrscheinlich wird er so sehr geschützt. Nach dem Fall Hodorkowskis würde ein erneutes solches Verfahren schon sehr auffallend sein. Was wird die Führung von Putin machen? Das werden wir mal sehen. Aber die Erstärkung dieser Leute und solcher Töne zeigt: der Westen gab noch nicht auf aus Russland einen wilden Osten zu machen und sich die riesigen, fast unerschöpflichen russischen Ressourcen zu verschaffen. Die Politik von Gorbatschow fing mit diesem Vaterlandsverrat an und die Politik Jelcins wollte sie vollenden. Die Tatsache, dass nicht nur die Kräfte der Dunkelheit arbeiten, ist durch den Machtantritt der Putiner-Linie ermessbar. Das große Manöver, das auch von Erfolg gekrönt war, wurde jahrelang vorbereitet. Es gelang, den Plan des wilden Ostens durchzuziehen und obwohl auch noch nach 10 Jahren nicht alles in Ordnung ist, ist dieses Russland nicht mehr das, was Jelcin vertrat. In Europa verfügt alleine Russland über ernsthafte Ersparnisse, Goldreserven, überflüssige Energie und gigantische Menge von Rohstoffen.
Prohorov beruft sich darauf, dass Russland sofort eine führende Rolle in der EU bekommen würde, wenn das Land jetzt Mitglied der EU wäre. Russland würde mit der Euro Eigentümer einer international anerkannten Währung, namlich der Euro, statt des vom Gas und Öl abhängigen russischen Rubels. Wegen seiner Rohstoffe wäre Russland das erste und vorrangigste Land und Anlageort der EU. Das ist also der Sirenengesang, von denen jeder, über einen gesunden Menschenverstand verfügende Mensch weiß, was es bedeuten würde. Man braucht nichts anderes zu tun, als nur den Fall des am besten funktionierenden osteuropäischen Landes, den Fall von Ungarn vorzustellen und dann läuft jeder in jede Richtung sofort weg. Auch in Ungarn gibt es enorme westliche Investitionen, in denen Sklaven für einen Hungerlohn dahinvegetieren. Der Gehalt eines Polizisten in Russland beträgt 340 000 Forint! (Das sind etwa 1.300-1.400 Euro. Das ist das Mehrfache des Durchschnittgehalts eines ungarischen Polizisten – Anmerkung zur Übersetzung.) Worüber sprechen wir dann? Wo sind jetzt die kümmerlichen russischen Gehälter? Sie überrundeten uns schon seit langem. Es ist aber nicht zu bezweifeln, dass man mit Russland in der EU herausgehoben umgehen würde. Seine Streitkraft würde man mit einer extra Sorgfalt zerstören, die Polizei würde abbauen, es finge die hervorgehobene Unterstützung der Schwulen, der Devianten, Zigeuner und jallerlei Lausepacks und das Hinüberspielen der Staatsvermögen in Privathände an.
Kandidiert Putin bei den Wahlen? Das ist immer noch nicht zu wissen. Letztes Mal (vorgestern) sagte der Sprecher der Partei ‚Einheitliches Russland’, dass die Beteiligung an den Wahlen im nächsten Jahr davon abhängt, wie die Partei bei den Wahlen in Dezember, wo man die Vertreter in der Duma wählt, abschneidet. Wenn sie zwischen 50-60% gewinnen werden, kandidiert wieder Medvegyev bei den Wahlen, wenn über 60%, kandidiert aber Putin daran. Das ist eine interessante Einstellung, aber wir hoffen das Beste. Auf jeden Fall spricht man jetzt schon über die Kandidatur Putins, die überhaupt nicht sicher war. Die Russen selbst waren darin nicht sicher, obwohl wir von jedem Russen hörten, dass Putin die Wahlen überlegen gewinnen werde, falls er bei den Wahlen kandidiert, wird er sie. Diese Taktik motiviert jedoch die Russen dazu, den Sieg über 60% zu bringen, wenn sie Putin zurückbekommen möchten.
Warum kommen sie mit der Vorstellung heraus, wonach Russland in die EU einbezogen werden soll? Weil das einen neuen Schwung geben würde – das größte Problem der EU ist nämlich, dass sie ermüdet ist. Der Schwung ging aus, sie brannte aus, es geht nicht mehr weiter. Es gibt noch eine neuere Alternative, aber diese streift bereits die letzte Grenze der Ausführbarkeit. Die Vorstellung der Vereinigten Staaten von Europa. Die eigene Regierung wird überall abgeschafft und es gibt eine einzige große Regierung in Europa. In der jetzigen Wirtschaftslage scheint es fast unausführbar zu sein. Als noch alles gut ging und die Menschen so viel Geld ausgaben wie die Wahnsinnigen, damals (cirka vor 10 Jahren, aber natürlich bereits damals mit der Hilfe von Krediten) wäre es noch leicht gewesen, es durchzuboxen. In der jetzigen Lage, in der schon jeder seinen Faust schüttelt, geben wir zu, dass es keine großen Chancen dafür in Aussicht sind, jedenfalls ohne ernsthafte Unruhen und Massendemonstrationen, aus denen dann am Ende alles möglich sein könnte. Und darüber hinaus ergäbe auch das keine langfristige Lösung.
Diese Idee ist laut der führenden finanziellen Behörden der Welt bloß eine Utopie. Dafür gibt es keine Chancen mehr. Es gibt keine andere Möglichkeit, als die in immer mehr Ländern eintreffeneden Staatsbankrotte abzuwarten und die Probleme auf lokaler Ebene zu behandeln. Das ziehen sie aber so lange in die Länge, bis es nur möglich ist, bis zum letzten Hauch.
Was würde das nun bedeuten? Diejenigen die eine falsche Politik vertraten, zu bestrafen, die Ordnung der Länder wiederherzustellen und die Wirtschaften der nationen neu aufzubauen. Das wird aber natürlich nicht ausgesagt, aber warum denn nicht? Weil sie damit bereits jetzt gestehen sollten, dass alles, was sie taten und sagten, vom ersten Satz an ein großer Betrug und eine Lüge war. In Wirklichkeit wurde die ganze EU auf eine Unmenge großer Lügen aufgebaut. Ihr wichtigstes Problem ist, dass auch die riesigen Lügen einen Schiffsbruch erleiden, wenn die EU zerfällt. Unter anderem auch der Holocaust. Nun, deswegen ist es wichtig, den letzten Groschen zum Krieg aus jedem auszupressen. Vielleicht kommt so viel Geld herein, dass alles für eine Weile noch so bleiben kann. Die Holocaustreligion soll man aufrechterhalten. Sie haben nur solange Macht und solange bleibt auch Israel bestehen. Wie lange denn? Das Countdown läuft bereits. Denkende Leute, die die geschichtlichen Vorgänge durchschauen können, wie die Analytiker der MNA, aber auch solche Leute wie Miklós Tamás Gáspár (ein extrem liberaler Schriftsteller, Analytiker in Ungarn – Anmerkung zur Übersetzung), haben vor Jahren gesagt, dass diese Sache bereits tot ist, sie ist dessen bloß noch nicht bewusst. Laut Miklós Tamás Gáspár kommt jetzt das ‚Habt Acht’ und das ‚Rechts um’! Nun ja, es kann leicht sein. Weil aus diesem Chaos muss man Ordnung machen. Und das geht nur so (wir sind auch dieser Meinung wie Miklós Tamás Gáspár).
Einen Ausweg aus der elenden Lage der EU gäbe es nur so, wenn es wieder möglich wäre, an riesige Geldsummen zu kommen (an Extraprofit). Das geht aber nicht, weil die Staaten von BRICS bereits eine gigantische Kraft vertreten, sie verfügen über einen gewaltigen Anteil der Einnahme der Weltwirtschaft. Sie machen es freiclih auch gut so, weil sie das Geld dem Volk vorerst gerechter verteilen, als das hierzulande üblich war. Und die EU, egal, wie sehr sie zappelt, ist nicht fähig, aus dieser Situation herauszukommen, das zeigen die Anzeichen, die wirtschaftlichen Kennziffern, der moralische und der politische Verfall, die Unsicherheit und die Skandale immer klarer.
Langsam, aber ganz sicher kommt unsere Zeit.
Gábor Kemény – Jövőnk.info
(08.09.2011)
Übersetzung: ‚Vergissmeinnicht’– Jövőnk.info


